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Stabilität Sprunggelenk

Morphologische Bandstabilität

Die mechanischen Eigenschaften und insbesondere die Steifigkeit des Kapselbandapparates des Sprunggelenks stellen die limitierenden Faktoren der Widerstandfähigkeit bei Dehnungen und damit der Verletzungsanfälligkeit dar. Nach Verletzungen müssen zunächst die ursprüngliche Leistungsfähigkeit und die prä-traumatische Steifigkeit wieder erreicht sein, bevor die maximale Beanspruchung z.B. im Sport wieder erfolgen kann. Die ultimative Festigkeit des Kapselbandapparates ist streng von der mechanischen Steifigkeit abhängig. Die Steifigkeit wiederum kann auch bei submaximaler Last hinreichend genau bestimmt werden.

Bei definiert angelegter, submaximaler Kraft wird der Kapselbandapparat des Sprunggelenks im submaximalen und unkritischen Bereich gedehnt. Diese Dehnung wird über die resultierende Gelenkbewegung quantifiziert und die mechanische Steifigkeit bestimmt. Im Rechts-Links-Vergleich und im Vergleich zu Normdaten kann ein möglicherweise noch vorhandenes Defizit identifiziert oder die Freigabe zur Belastung in Spiel und Sport ausgesprochen werden.

Funktionelle Stabilität

Die resultierende Stabilität des Sprunggelenks ist durch die morphologische Stabilität (und damit der Steifigkeit des Kapselbandapparates) und die funktionelle Stabilität gegeben. Die funktionelle Stabilität wiederum resultiert aus der Fähigkeit des neuromuskulären Systems, die muskulären Stabilisatoren zur richtigen Zeit und mit möglichst geringer Latenz zu nutzen. Mittels Oberflächen Elektromyographie kann bei definiert eingeleiteter Störung (Umknick-Simulation) geprüft werden, ob die propriorezeptive Leistungsfähigkeit hinreichend ausgeprägt oder auch nach ausgeheilter Verletzung wiederhergestellt ist.